Herbert will Talente gewinnen - und findet dabei Spielregeln für hybride Arbeit

Herbert will Talente gewinnen - und findet dabei Spielregeln für hybride Arbeit

Die Stimme von Herbert, dem Geschäftsführer, klang energisch: „Wir finden zu wenig passende Bewerber.

Außerdem verlieren wir immer wieder Top-Mitarbeiter an die Konkurrenz. Das muss sofort besser werden!“

Er habe sich viele Gedanken zu dem Thema gemacht, versicherte er mir am Telefon. Sein Entschluss stehe fest: "Wir müssen dramatisch was ändern, wenn wir die guten Leute finden und binden wollen!"

„Beim letzten Branchentreffen haben mir die anderen Geschäftsführer nur so tolles Zeugs berichtet von Homeoffice und Remote Work. Manche Teams sind dadurch wesentlich produktiver geworden, sagen die.“

Das kann ich ihm nur bestätigen: „Die meisten Angestellten wollen lieber 2 -3 Tage pro Woche mobil arbeiten, als an allen Tagen ins Büro zu fahren - das erlebe ich auch bei meinen Kunden. Und zufriedene Mitarbeitende sind typischerweise sehr viel produktiver als unzufriedene.“

Sichere Leitplanken für hybride Arbeit


Also haben wir uns an die Arbeit gemacht: Herbert, sein Kernteam und ich.

Im ersten Schritt haben wir gefragt: Welche Rahmenbedingungen braucht hybride Arbeit? Welche Bedingungen müssen erfüllt sein,  damit die räumlich und zeitlich flexible Arbeit zu einem Erfolgsmodell für das Unternehmen wird?

Hier einige der Themen, die wir dabei behandelt haben:

  • Gleichwertige technische Ausstattung (Hardware) im Büro und unterwegs
  • Datenschutz und VPN Zugänge
  • Eine zentrale Plattform, auf der sämtliche Informationen und Dateien jederzeit gut strukturiert verfügbar sind
  • Passende Tools, mit denen die Kollegen überall reibungslos zusammenarbeiten
  • Verfügbarkeit und Buchung von Arbeitsplätzen im Büro

Natürlich haben wir auch die Grundsatzfragen umrissen: Welche Arbeiten eignen sich für remote Work? Bei welchen Arbeiten ist es besser, wenn alle Beteiligten im gleichen Raum bzw. im Büro sind?

Wir brauchen auch Spielregeln für hybride Arbeit!

Um die wesentlichen Fragen zu flexibler Arbeit zu klären, wurden am Ende alle Ressorts einbezogen: Von der Personalabteilung bis zu den Rechtsanwälten. Vom Facility Management bis zum Betriebsrat.

Herausgekommen sind die sogenannten „Leitplanken für hybride Arbeit“, die ab jetzt unternehmensweit gelten.

Wie finden wir Spielregeln für eine produktive Zusammenarbeit?


Im zweiten Schritt haben die Teams ihre jeweils individuellen Spielregeln für hybride Zusammenarbeit festgelegt. Mein allgemeiner Fragenkatalog hat den Teams dabei die nötige Orientierung gegeben. 

Oberstes Ziel: Eine produktive Zusammenarbeit, um den wirtschaftlichen Erfolg sicherzustellen.

Dazu braucht es verbindliche Absprachen: Damit die Teams nahtlos zusammenarbeiten, sich intensiv austauschen und ihr Wissen untereinander weitergeben.

Ich nenne das den „Teamkodex“.

Darin sind folgende Fragen geklärt:

 

  • Wie stellen wir eine hinreichend gute Erreichbarkeit sicher?
  • Welche Informationen teilen wir auf welchen Kanälen?
  • Welche Antwortzeiten gelten auf welchem Kanal?
  • Wie gelingt es, dass alle Teammitglieder den gleichen Zugang zu Informationen haben?
  • Wie können Teams (resp. Team-Chefs) sicherstellen, dass alle Mitarbeitenden die gleichen Chancen haben, egal ob sie vor Ort oder remote arbeiten?
  • Wie kümmern wir uns darum, einen guten Kontakt zueinander zu halten?
  • Wie viele Team-Tage brauchen wir, um uns weiterhin als ein Team zu fühlen?
  • Welche Arbeiten erledigen wir, wenn wir gemeinsam im Büro sind – und welche können wir ebenso gut allein bzw. zuhause erledigen?

 

Die letzte Frage ist zwar grundsätzlich in den Leitplanken für hybride Arbeit beantwortet. Hier geht es jetzt aber um eine konkrete Definition, die von den Teams selbst vorgenommen wird.

Der Zusammenhalt in und zwischen den Teams wird jetzt intensiver gepflegt als zuvor. Einfach, weil die Kollegen ins Büro kommen, um sich miteinander zu vernetzen. Dafür erledigen sie die meisten Routineaufgaben zuhause.

Freitags wird jetzt immer ein Premium-Mittagessen geliefert. Das ist für alle ein schöner Anlass, ins Büro zu kommen.

Außerdem schweißt es Teams zusammen – und schmeckt sehr lecker!

Fazit:


Herbert und sein Kernteam haben unternehmensweite Leitplanken für hybride Arbeit aufgesetzt.

Die einzelnen Teams haben jeweils individuelle Spielregeln für hybride Arbeit entwickelt.

Jetzt hat Herberts Unternehmen hybride Arbeitsmodelle, die reibungslos funktionieren.

 

Das Beste daran:

Seit sie flexible Arbeit ausschreiben, haben die Personaler wieder Top-Bewerbungen auf dem Tisch.

"Und eine Fluktuationsrate im Promille-Bereich" scherzt Herbert.

 

Sie wollen auch Spielregeln für hybride Arbeit entwickeln? 

Damit die Arbeit flutscht - und Talente von alleine zu Ihnen kommen!

 

Ich will mehr erfahren!

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